(1/6) „Lithium“: Was ist beim Umgang mit Lithium Energiespeichern zu beachten?

09. 10.

Beim Umgang mit Lithium Energiespeichern ist besondere Vorsicht an den Tag zu legen, weil es zu folgenden Gefährdungen für Menschen und elektrischen Anlagen kommen kann. In dieser Reihe werden folgende Themen näher erläutert:

  • Welche Gefahren entstehen durch Lithium Energiespeicher?
  • Welche Schutzmaßnahmen gibt es?
  • Welches Verhalten ist bei Unregelmäßigkeiten an den Tag zu legen?
  • Was ist im Falle eines Unfalls zu tun?
  • Was gibt es bei der Instandhaltung und Entsorgung zu beachten?
  • Fazit und Zusammenfassung

Gefährdungen:

Hierzu zählen beispielsweise mechanische, thermische oder elektrische Belastungen wie: Stöße, Hitze, Kälte, falsche Ladung oder Kurzschluss der Pole. Diese können eine Zerstörung des Akkus hervorrufen, hierbei kann es zu folgenden chemischen Reaktionen kommen:

  • Austritt von ätzender Flüssigkeit, verbunden mit möglichen Hautreizungen, Verbrennungen und Verätzungen.
  • Erhöhte Brandgefährdung durch Austritt des Elektrolyts und Bildung eines entzündlichen Gas-Luft-Gemisches (brennbares Lösungsmittel).
  • Austritt giftiger Inhaltsstoffe bzw. Verbrennungsprodukte im Brandfall.

Ferner muss besondere Vorsicht an den Tag gelegt werden, weil Störlichtbögen starke Verbrennungen der Haut, ein Verblitzen der Augen sowie Vergiftungen verursachen können. Damit sind insbesondere Gefährdungen verbunden wie:

  • Freigesetzte thermische Energie
  • Brand und Explosion
  • Freisetzung von Gefahrstoffen
  • Gefahr einer Körperdurchströmung beim direkten Kontakt mit nicht berührungsgeschützten aktiven Teilen.

Es kann zu Gefährdungen durch hohe Ladeströme beim Nachladen der Li-Ionen-Akkus kommen! Hierbei müssen die durch Entladungsströme verursachten Gefährdungen, insbesondere Störlichtbögen bei (versehentlichen) Kurzschlüssen berücksichtigt werden.

Sehen Sie im nächsten Beitrag, welche Schutzmaßnahmen helfen können, um die Gefahren zu minimieren.

Sind schriftliche Bestellungen von Verantwortlichen Personen wirklich erforderlich?

Die Schriftform der Pflichtenübertragung, die Kraft gesetzlicher Ermächtigung (§ 15 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII) in § 13 der Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (DGUV Vorschrift 1, ehemals BGV A1) geregelt wird, dient der Schaffung klarer Verhältnisse und liegt daher im besonderen Maße im Interesse der Rechtssicherheit.

(2/6) „Lithium“: Welche Schutzmaßnahmen gibt es?

Im ersten Teil unserer Reihe wurde erläutert, dass Lithium – Energiespeicher schwere Schäden und Verletzungen verursachen können. Befassen wir uns nun damit, was getan werden kann um die Gefährdungen abzuwenden.

Ist es zulässig, eine PC-Prüfung ohne Abschaltung vorzunehmen?

Ist die Prüfung von PCs oder ähnlichen Geräten der Informationstechnik ohne Abschaltung möglich? Würde es z.B. reichen, wenn nur die Sichtprüfung und Niederohmigkeit über eine sich im selben Stromkreis befindliche Steckdose geprüft wird?

Im Normalfall werden die PCs natürlich abgeschaltet. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass sich die entsprechenden Mitarbeiter nicht vor Ort befinden oder auch Aussagen kommen, dass der PC gerade nicht heruntergefahren werden kann.

Wie ist die Persönliche Schutzausrüstung zu lagern und zu warten?

Die Persönliche Schutzausrüstung ist ein wichtiges Element der Arbeitssicherheit in jedem Unternehmen. Der richtige Umgang mit der PSA muss im Unternehmen klar geregelt sein, um neben der Gewährleistung des Schutzes der Mitarbeiter auch Haftungsrisiken für den Betrieb zu minimieren.

Welche Punkte sind bezüglich einer Not- und Sicherheitsbeleuchtung zu beachten?

In der Praxis wird selten darauf geachtet, jedoch bei technischen Störungen oder Gefahrensituationen ist eine funktionierende Not- und Sicherheitsbeleuchtung unerlässlich. Sie soll den Beschäftigten bei einem Ausfall der Allgemeinbeleuchtung ermöglichen, den Gefahrenbereich bzw. das Gebäude schnell zu verlassen und gefährliche Arbeitsabläufe sicher beenden zu können.

Der Praxisbereich sozial