Elektrofachkraft (EFK)

Die DIN VDE 0105-100 (Abschnitt 3.2.4) definiert eine Elektrofachkraft als jemanden der aufgrund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Normen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann. 

Die VDE 1000-10 konkretisiert dies wie folgt:

Die Anforderung der fachlichen Ausbildung für bestimmte Tätigkeiten auf dem Gebiet der Elektrotechnik ist in der Regel durch den Abschluss einer der nachstehend genannten Ausbildungsgänge des jeweiligen Arbeitsgebietes der Elektrotechnik erfüllt:

a) Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zum Gesellen/Facharbeiter,
b) Ausbildung zum Handwerksmeister,
c) Ausbildung zum Industriemeister,
d) Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker,
e) Ausbildung zum Diplomingenieur, Bachelor oder Master.

Hervorzuheben ist, dass die jeweilige Ausbildung auf dem Gebiet der Elektrotechnik stattgefunden haben muss. Jemand der beispielsweise Maschinenbau studiert hat, kann daher nicht ohne weiteres als Elektrofachkraft bestellt werden.

Zudem ist man mit abgeschlossener Berufsausbildung – auch im Bereich der Elektrotechnik – nicht automatisch eine Elektrofachkraft. Zu dieser qualifiziert man sich erst durch praktische Erfahrung. Des Weiteren benötigt man auch die erforderliche Praxiserfahrung und Kenntnisse der aktuellen Regelwerke.